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Tuesday, November 27, 2012

Beer vs Art; which would you choose?

Picture this: it’s 1876 and you’re a dapper young heir to the Guinness name, fortune, and business – beer! You recently turned 29 years old, just bought your brothers’ shares of the company because you’ve got big plans for it, and you’ve got your whole life ahead of you. When it comes to culture and art, you’ve ensured that you are just as important as the Rothschilds, J.P. Morgan, and Henry Clay Frick. However, rather than collect a harem of courtesans and countesses, you’ve chosen to collect paintings of such ladies from the Belle Époque.

 


Sir Anthony van Dyck, Princess Henrietta of Lorraine Attended by a Page, 1634.
Oil on canvas, 213.4 x 127 cm.
Kenwood House, The Iveagh Bequest, London.


 

Is it because you’re an Irishman in England and long to feel closer to your neighbours? Is it honestly because you love your third cousin more than anyone else out there? (Did I mention that you married her three years ago and she mothers your three sons?)

 


Thomas Gainsborough, Lady Brisco, c. 1776.
Oil on canvas, 235.2 x 148.5 cm.
Kenwood House, The Iveagh Bequest, London.


 

I think that many a woman would have doted on you, especially after considering your immense fortune (though, we’re not all gold diggers), your heartfelt donations to urban renewal and medical research, and your keen eye for art and skill in Gainsborough, Rembrandt, and Van Dyck (amongst many others). The Guinness brand isn’t especially my cup of tea (or beer, har har), but any man that takes value in art and its history could definitely have a shot at courting me, or any other self-respecting, well-cultured woman.

For the first time ever, Edward Guinness, 1st Earl of Iveagh’s Kenwood House collection has crossed the pond! See Rembrandt, Van Dyck, Gainsborough: The Treasures of Kenwood House, London now through 13 January 2013 in the Milwaukee Art Museum. Find yourself infatuated with his collection? Check out Anthony van Dyck by Victoria Charles and Harmensz van Rijn Rembrandt by Émile Michel today!

 

-Le Lorrain Andrews

Saturday, October 20, 2012

La Belle Époque – Eine Hommage auf die Freizeit

Ein gemeinsames Frühstück im Grünen, danach ein Ausritt oder vielleicht eine Kutschfahrt? Zum Mittagessen in eines der schönen Restaurants am Grand Boulevard, dann ein ausgedehnter Schaufensterbummel, ein kurzer Plausch im Café und abends vielleicht ins Theater, in die Oper oder doch lieber zum Ballett?

Eine der großen Neuerungen, die die zweite Welle der Industriellen Revolution in Frankreich mit sich brachte, war die „Freizeit“. Die materielle und politische Absicherung des Bürgertums in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ließ die Menschen der sogenannten Belle Époque optimistisch in die Zukunft blicken. Mit dem Wirtschaftsaufschwung ging auch ein kultureller Aufschwung einher: Neue Cafés, Ateliers, Galerien, Salons und Konzertsäle mit einem vielfältigen kulturellen Freizeitangebot wurden eröffnet.


Auguste Renoir, Der Spaziergang, 1870.
Öl auf Leinwand, 80 x 64 cm.
J. Paul Getty Museum, Los Angeles.



Édouard Manet, Portrait des Théodore Duret, 1868.
Öl auf Leinwand, 43 x 35 cm.
Paris, Musée du Petit Palais.


Die bildende Kunst wurde zum Spiegel dieser neuen freizeitlichen Vergnügungen.Wie kaum zuvor rückte der Impressionismus (ca. 1860 - 1900) den Menschen und das alltägliche Leben ins Bildzentrum. Auf Auguste Renoirs (1841-1919) Gemälde Der Spaziergang (1870) wird ein wichtiger Grundsatz der Belle Époque deutlich: Unabhängig von der Art der Freizeitbeschäftigung, sei es ein Opernbesuch oder ein Spaziergang im Wald, war es überaus wichtig, stets gut gekleidet zu sein. Die wohlhabende Oberschicht stellte ihren neuen Reichtum durch die Kleidung oft äußerst großspurig zur Schau. Man ging nicht mehr zum Schneider und ließ sich ein Nullachtfünfzehn-Kleid anfertigen, sondern blätterte zunächst in den zahlreichen Modezeitschriften, um dann bei dem 1845 aus Lincolnshire eingewanderten und schnell berühmt gewordenen „Modeschöpfer“ Charles Frederik Worth (1825- 1895) Schlange zu stehen.

Je nach Ort und Anlass galt es, einen bestimmten Dresscode einzuhalten. Die wallenden, bevorzugt in hellen Farben gehaltenen leichten Sommerkleider waren aufwendig mit Rüschen, Spitzen und Volants besetzt. Die Männer trugen schwarze Sakkos und Krawatte. Ein – bei den Damen mit bunten Bändern und Blumen geschmückter –Sonnenhut und Lederhandschuhe waren bei einem Ausflug aufs Land obligatorisch. Wer mochte, trug einen Stock, einen Fächer oder einen Sonnenschirm mit sich.Neben den einfacheren Kleidern für die Landpartie besaß die gut situierte Oberschicht je nach Anlass mehrere elegantere Stadtkleider. Für den Cafébesuch wurde natürlich nicht dieselbe Kleidung wie für das abendliche Dinner, den Besuch des Opernballs oder der Theaterpremiere getragen. Stock und Zylinder waren nach wie vor für den Mann und der das Gesäß auspolsternde „Cul de Paris“ sowie eine große beutelartige Handtasche für die Frau ein Muss.

Claude Monet (1840-1926), Auguste Renoir (1841-1919) und Edgar Degas (1834-1917) – um nur die drei bekanntesten französischen Vertreter dieser Epoche zu nennen – fingen mit ihren Werken nicht nur zahlreiche flüchtige Augenblicke des modernen gesellschaftlichen Lebens ein, sondern fungierten gleichzeitig als Spiegel der damaligen Modewelt. Unter diesem Blickwinkel sind in der aktuellen Ausstellung L'impressionnisme et la mode im Musée d’Orsay in Paris noch bis zum 20. Januar 2013 neben den impressionistischen Gemälden originale Hüte und historische Kleidungsstücke ausgestellt. Ein Höhepunkt der Ausstellung ist das von Albert Bartholomé (1848-1928) gemalte Porträt seiner Frau Prospérie (1849-1887) in einem weiß-blau gepunkteten Sommerkleid, das neben dem Gemälde durch eine Glasvitrine geschützt im Original bewundert werden kann. Nähere Informationen über den Impressionismus, seine Geschichte und seine Vertreter finden Sie auch in dem von Parkstone-International herausgegebenen reich bebilderten E-Book Impressionismus.

 

-C.Schmidt